Da glaa Brinz von Antoine de Saint-Exupéry

adaptiert und übersetzt in Dialekten von Teresa Hoerl

Dem mit seinem Flugzeug verunglückten Erzähler erscheint in der Wüste Sahara ein kleiner, blonder und sehr eigenartiger Junge, dessen Geschichte der Erzähler so peu à peu erfährt. Er nennt ihn „saan glaan Brinzn“. Der kleine Prinz mit fränkischem Herz und mit seiner Ukulele auf dem Rücken zog los um die Welt und die Menschen kennenzulernen.

Er beschloss seinen Asteroiden B612, auf dem alles a su glaans is, zu verlassen, um auf große Entdeckungsreise zu gehen. Auf seinem Weg durchs Universum besuchte er als erstes den Planeten eines über alles erhabenen Oberpfälzer Königs. Nächste Reiseziele waren die Planeten des eitlen Berliners, des Säufers sowie des oberbayerischen Geschäftsmanns. Berührt wurde der glaa Brinz vom treuherzigen Laternenanzünder, der pflichtgetreu die Laterne seines Planeten anzündet und wieder ausbläst. Der sechste Planet wurde von einem Geographen bewohnt, der den glaa Brinz weiter zur Erde schickte.

Der siebte Planet war dann also sein Reiseziel. Die Erde, auf der er viele gar sonderbare Begegnungen und Erfahrungen machte. Ein Freund wurde ihm der schlaue Fuchs. Und er lernte die Schlange kennen, die später sein Schicksal werden wird.


Die Sängerin Teresa Hoerl, in Kemnath Stadt in der Oberpfalz aufgewachsen, ging auf das musische „Markgräfin-Wilhelme-Gymnasium“ im oberfränkischen Bayreuth zur Schule. Die Zeit als Stipendiatin der Bayerischen Musikakademie in München erwies sich für sie beruflich wegweisend. Mit ihren Wurzeln in der Oberpfalz und mit Franken im Herzen zog sie für ihr Gesangstudium nach Berlin, wo sie derzeit immer noch lebt und als Musikerin arbeitet. Sie liebt es Menschen zu beobachten und ihre unterschiedlichen Temperamente und Kulturen kennenzulernen.

Das Buch „Der Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry war ihr in all den Jahren ein steter Begleiter. In ihrer Sprecherziehungs-Prüfung entschied sie sich auch ein Kapitel aus diesem Buch zu lesen. „Es ist mehr als eine phantastische Geschichte, die wunderschön erzählt wird. Sie beinhaltet so viel Weisheit. Alles das, was für das Leben wirklich wichtig ist.“, sagt sie. Ihre Lebensstationen in den unterschiedlichen Bayerischen Regionen und ihr persönlicher „Kulturwechsel“ ins preußische Berlin, bewogen Teresa Hoerl den kleinen Prinzen in die Dialekte zu übersetzen, die sie geprägt und berührt haben. Somit entstand ihr ganz persönlicher „glaa Brinz“. Als Sängerin wollte sie ihrem glaan Brinzn zusätzlich auch eine Singstimme geben. Deswegen entstanden für ihn auch entzückende Lieder. Von ihrem fränkischen glaan Brinzn hatte sie ein ganz eigenes Bild im Kopf. Deswegen illustrierte sie ihn auch selbst nach ihren Vorstellungen.